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Marienkäfer

Krankheiten und Schädlinge zählen zu den bedeutendsten Faktoren beim Anbau von Nutzpflanzen. Nur wer die Biologie dieser Organismen kennt, kann sie erfolgreich kontrollieren und Obstgehölze erfolgreich anbauen.


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Krankheiten und Schädlinge an Steinobst

Zwetschgenrost
Zwetschgenrost (Tranzschelia pruni sinosae und Tanzschelia discolor)
 
Schadorganismus
Wirtspflanzen
Schadpilze aus der Familie der Rostpilze. Verursacht wird die Krankheit durch zwei verschiedene Rostpilz-Arten. Der Zwetschgenrost ist ein wirtswechselnder Rostpilz. Zwischenwirte sind gelbblühende Wald-, sowie einige Zieranemonen, Leberblümchen, Winterling u.a.

Befallen werden: Zwetschgen, Pflaumen, Mirabellen, Aprikosen, Pfirsich und Schwarzdorn. Süß- und Sauerkirschen werden nicht befallen.
 
Schadbild
Symptome
Blattoberseits kleine, glänzende Flecken. Blattunterseits braune, später schwarze Sporenhäufchen. Bei starkem Befall vorzeitiger Laubfall. Anfällige Sorten sind: Italienische Zwetschge, Wangenheims, Ersinger, sowie Renekloden.
 
Biologie Der Pilz lebt im Frühjahr auf Anemonen und bildet dort sog. "Bechersporen". Diese infizieren ab Ende Mai / Anfang Juni die Zwetschgenbäume. Dort werden weitere Sporen gebildet (sog. "Uredosporen"), die sich auf weitere Zwetschgenblätter ausbreiten können. Bei trockener, warmer Witterung nimmt die Krankheit sehr schnell zu.

Im Lauf des Herbstes werden auf den Zwetschgenblättern Wintesporen gebildet, welche wiederum Anemonen befallen können. Die Pilzkrankheit ist jedoch nicht auf den Wirtswechsel angewiesen: Sommersporen können auch auf abgefallenen Zwetschgenblättern überwintern.
 
Gegenmaßnahmen > Die Entfernung von Anemonen bringt keine Befallsminderung, weil die Sporen auch auf abgefallenen Zwetschgenblättern überdauert.
> Das Entfernen bzw. Zerkleinern des Falllaubes kann eine leichte Verbesserung bringen.
> Gegen Zwetschgenrost sind auch im Kleingaren verschiedene Pilzbekämpfungsmittel zugelassen.
 
 
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