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Marienkäfer

Krankheiten und Schädlinge zählen zu den bedeutendsten Faktoren beim Anbau von Nutzpflanzen. Nur wer die Biologie dieser Organismen kennt, kann sie erfolgreich kontrollieren und Obstgehölze erfolgreich anbauen.


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Krankheiten und Schädlinge an Steinobst

Frostspanner
Frostspanner
 
Schadorganismus
Wirtspflanzen
Schädliche Raupe des "Kleinen Frostpanners", einem Kleinschmetterling aus der Familie der Spanner (Geometridae)

Kommt an allen Obstgehölzen vor, außerdem an verschiedenen Zier- und Wildgehölzen, z.B. Eiche, Ahorn, Linde. Mit Vorliebe werden Süßkirschenbäume befallen.
 
Schadbild
Symptome
Im Frühjahr (ab Anfang April) fressen die Raupen an jungen Blättern bis häufig nur noch die Mittelrippe stehen bleibt. Auch Blüten und Jungfrüchte werden geschädigt.

Die Jungraupen sind anfangs grau bis blassgrün und sehr klein. Ausgewachsen sind die Raupen bis 3 cm groß und haben eine dunkle Rückenlinie. Typisch ist die "spannerartige" Fortbewegung der Raupen mit dem charakterischen Katzenbuckel (Bild oben).
 
Biologie Die Frostspanner überwintern als Ei unter Rindenritzen und Knospenschuppen. Der Schlupf der Jungraupen beginnt Anfang April. Die Larvenentwicklung dauert 3 bis 4 Wochen. Die ausgewachsenen Raupen verlassen bis Anfang Mai den Baum und an einem Spinnfaden hängend und verpuppen sich anschließend im Boden.

Die Falter des Frostspanners schlüpfen im Herbst nach den ersten Frösten (Namensgebung) und sind von Oktober bis in den Januar hinein aktiv. Die ungeflügelten Weibchen klettern den Stamm der Wirtsbäume hoch um dort ihre Eier abzulegen. Auf dem Weg in die Krone werden sie von den geflügelten Männchen begattet.
 
Gegenmaßnahmen > Im Abstand von einigen Jahren kommt es immer wieder zu einem Massenauftreten des Frostspanners. Gravierende Fraßschäden bis hin zum Kahlfraß sind die Folge.

> Rechtzeitige Kontrollen im Frühjahr helfen, einen Befall zu erkennen. Mit 1 bis 2 Insektizidbehandlungen ab April lässt sich eine Massenvermehrung relativ einfach vermeiden. Biologische Insektizide (Bacillus thurengiensis oder Neem-Öl) sind ebensogut wirksam wie herkömmliche chemische Produkte.

> Wenn keine Möglichkeit einer Spritzung gegeben ist, können im Herbst Leimringe an den Bäumen angebracht werden. Diese verhindern, dass die Weibchen zur Eiablage in die Baumkrone gelangen können.
 
Weitere Bilder Schadorganismus
  Im Herbst angebrachte Leimringe müssen dicht am Stamm anliegen und bis Januar fängig sein. Anschließend sollten sie abgenommen werden. Der Stamm unterhalb des Leimrings ist mit einer Bürste u.ä. abzukratzen, damit unterhalb des Rings abgelegte Eier zerstört werden.
 
 
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