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Marienkäfer

Krankheiten und Schädlinge zählen zu den bedeutendsten Faktoren beim Anbau von Nutzpflanzen. Nur wer die Biologie dieser Organismen kennt, kann sie erfolgreich kontrollieren und Nutz- und Zierpflanzen erfolgreich anbauen.


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Krankheiten und Schädlinge an Gemüse

Weisse Fliege
Weisse Fliege (Kohlmottenschildlaus) an Kohl (Aleurodes proletella)
 
Schadorganismus
Wirtspflanzen
Die "Weissen Fliegen" zählen nicht zu den Fliegen, sondern sie sind eher verwandt mit den Schildläusen. In Innenräumen und Gewächshäusern kommen hauptsächlich die aus dem Süden stammenden Gewächshaus-Mottenschildläuse (Trialeurodes) und Tabak-Mottenschildläuse (Bemisia) vor; im Freiland dagegen die heimische Kohlmottenschildlaus Aleyrodes proletella.
 
Schadbild
Symptome
Im Spätsommer werden die Kohlpflanzen von 1,5 bis 2 mm großen, weiß bepuderten "Weissen Fliegen" in großer Anzahl besiedelt. Diese halten sich hauptsächlich auf der Blattunterseite auf und fliegen bei Berührung in dichten Schwärmen auf.

Durch die Saugtätigkeit der Insekten vergilben die Blätter. Der Hauptschaden entsteht durch das Ausscheiden von Honigtau und die nachfolgende Verschmutzung des Erntegutes durch die Besiedelung durch Schwärzepilze.
 
Biologie Zu den Wirtspflanzen zählen Grünkohl, Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl, Wirsing, Kohlrabi und Futterkohl. Im Freiland dienen alle Kohlarten, Winterraps , Erdbeeren und verschiedene Unkräuter als Überwinterungspflanzen. Leichte Winterfröste können von den erwachsenen Weibchen überstanden werden.

Im Lauf des Sommers entstehen ca. 5 Generationen. Jedes Weibchen legt bis zu 150 Eier. Eine Generation benötigt eine Entwicklungsdauer von 3 bis 6 Wochen. Nur das erste Larvenstadium des Schädlings ist beweglich. Die älteren Larven setzen sich fest.
 
Gegenmaßnahmen Die Bekämpfung ist schwierig, weil die Weissen Fliegen durch ihre Wachsausscheidungen gut geschützt sind. Gut bekämpfbar sind nur die erwachsenen "Weissen Fliegen"; die Larven und die Puppen (Pupparien) werden durch Insektizide kaum erfasst.

Eine erfolgreiche Bekämpfung ist nur mit engen Spritzabständen (von ca. 1 Woche) möglich. Rechtzeitig beginnen, bevor sich die Population zu weit entwickelt hat. Blattunterseiten gut mitbehandeln. Wirksam sind z.B. Bio-Insektizide auf Basis von Kaliseifen.
 
 
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